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Wie arbeiten wir?
Ausgehend vom Grundsatz der Gestaltung positiver Lebensbedingungen für junge Migrantinnen und Migranten stehen im Mittelpunkt der Arbeit der JMD:
- Vorrangig die individuelle Begleitung der nicht mehr schulpflichtigen jungen Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer im Wege des Case Managements vor, während und nach den Integrationskursen,
- Beratungsangebote für junge Menschen mit Migrationshintergrund, die wegen integrationsbedingter Probleme oder Krisensituationen der besonderen Förderung bedürfen,
- Gruppenangebote für junge Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer sowie für junge Menschen mit Migrationshintergrund,
- die Vermittlung in Angebote für zugewanderte junge Menschen im örtlichen Netzwerk und Mitarbeit bei der Weiterentwicklung dieser Netzwerke,
- die Initiierung und das Management von anderweitig geförderten Integrationsangeboten für junge Menschen mit Migrationshintergrund,
- die Initiierung und Begleitung der interkulturellen Öffnung von Diensten und Einrichtungen in öffentlicher und freier Trägerschaft sowie der Netzwerkpartner.
1. Individuelle Integrationsplanung
Ausgehend von einem ganzheitlichen Ansatz, der sich an den Kompetenzen und Ressourcen der jungen Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer orientiert, wird zusammen mit den jungen Menschen im Rahmen ihrer Lebensplanung ein individueller Integrationsplan erarbeitet. Dieser umfasst:
- langfristig orientierte Lebensgestaltung / Lebensplanung (Berufswege- und Familienplanung, Einkommenssicherung, usw.). Die Orientierung an der Lebensplanung und an den Langzeitzielen dient vor allem der Förderung der Motivation der jungen Menschen zum Spracherwerb, zur Berufsausbildung usw.
- kurz- und mittelfristige Zielsetzung, Handlungsplanung, Vereinbarungen zur Umsetzung und Steuerung der Integrationsschritte.
Der individuelle Integrationsplan wird zeitnah nach der Einreise oder der Feststellung des Förderbedarfes in einem gemeinsamen Zielfindungsprozess erstellt, kontinuierlich überprüft und fortgeschrieben. Eine zeitliche Festschreibung des Integrationsprozesses soll nicht erfolgen, da dieser in jedem Fall unterschiedlich lange dauert.
2. Moderation und Begleitung des Integrationsprozesses
Für die Umsetzung des individuellen Integrationsplanes bedarf es der abgestimmten Zusammenarbeit zwischen allen am Integrationsprozess beteiligten Personen und Institutionen. Es gehört zur Aufgabe der JMD, dem jungen Menschen die für seinen Integrationsprozess sinnvollen und passgenauen Angebote zu empfehlen (Sprachkurse, berufsvorbereitende Maßnahmen, Ausbildung, Freizeit- und Präventionsmaßnahmen, Praktika usw.).
Durch geeignete Kooperationsformen wird sichergestellt, dass die Förderpläne der jeweiligen Maßnahmen aufeinander abgestimmt und am individuellen Integrationsplan des jungen Menschen orientiert sind.
3. Vermittlung an andere Dienste und Einrichtungen
Zur Erreichung der Einzelziele wird der junge Mensch durch den JMD auf allen erforderlichen Stationen, z. B. des Integrationskurses, der Berufsausbildung und der üblichen Maßnahmen der Jugendhilfe, begleitet und bedarfsbezogen an andere Dienste und Einrichtungen, wie z. B. Jugendämter, Migrationserstberatung der Wohlfahrtsverbände, Agenturen für Arbeit, örtliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe und der Jugendberufshilfe, Jugend- und Drogenberatungsstellen, Gesundheits- und Schwangerschaftsberatungsstellen, Beratungsstellen für Fragen der Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung vermittelt. Dies muss in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Einrichtungen geschehen.
Der JMD ist in die Moderation und Begleitung des Integrationsprozesses auf regionaler Ebene eingebunden.
Die JMD wirken gemeinsam mit den Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren des Bundesamtes für Migration- und Flüchtlinge (BAMF) darauf hin, dass bei Bedarf und vorhandenem Angebot jugendspezifische Integrationskurse gem. § 13 der Integrationskursverordnung zustande kommen.
4. Entwicklung und Durchführung von zusätzlichen, modularen Gruppenangeboten während des Integrationsprozesses

Begleitend und ergänzend zu den Integrationskursen, der Ausbildung, den Maßnahmen der Jugendberufshilfe und den schulischen Bildungsangeboten werden, wo erforderlich, Gruppenangebote vorgehalten, die eine individuelle Zielerreichung ermöglichen:
- Sozialpädagogische Begleitung durch Gruppenangebote im Rahmen der KJP - Förderung (Kurse gemäß III.3.1 KJP).
Hierunter fallen insbesondere:
- Beratungsangebote und Informationen zu Fragen in Zusammenhang mit der jeweiligen Maßnahme,
- Elternarbeit,
- Orientierungshilfen im Bildungs- und Ausbildungssystem,
- Berufswegeplanung in Kooperation mit der Berufsberatung der Arbeitsverwaltung (Job-Center),
- Heranführen an Informationstechnologien (IT) und Ergänzung des Spracherwerbes durch IT und Angebote zum Sprach- und Kommunikationstraining,
- Orientierungshilfen zu gesellschaftlichen und politischen Themen.
Hierfür bieten sich insbesondere gruppenpädagogische Veranstaltungen als Methode an. Sie fördern das Soziale Lernen und das Selbsthilfepotential der Jugendlichen in der Gruppe.
Gruppenpädagogische Angebote unter Einbezug einheimischer Jugendlicher ergänzen die oben aufgezeigten Maßnahmen.
- Initiierung, Vermittlung in und ggf. Durchführung von anderweitig z.B. kommunal- oder landesgeförderten Angeboten, wie
- Freizeitpädagogische Angebote,
- Zusammenführung mit gleichaltrigen Jugendlichen,
- Außerschulische Fördermaßnahmen (Programme der Länder wie z.B. Hausaufgabenhilfen, sozialpädagogische Schülerhilfen, Sonderprogramme usw.),
- Vermittlung in Hilfen nach SGB VIII (KJHG) unter Einbindung der örtlichen Jugendhilfeträger
Beratung

beim Zurechtfinden in der neuen Umgebung
bei allen Fragen um Schule, Ausbildung und Beruf
bei allen Fragen um Bewerbungen, Anschreiben
Unterstützung beim Übergang von Schule zum Beruf
zur Anerkennung von Zeugnissen und Ausbildungen
bei Rechtsfragen ( z.B. Status, Familienzusammenführung )
Hilfe bei persönlichen Anliegen und Schwierigkeiten
Elternarbeit, Hausbesuche u.a.
bei der Freizeitgestaltung
Bildung
Sprachtraining mit und ohne Computer Orientierungshilfen im Bildungs- und Ausbildungssystem Persönlichkeitsbildung
Multikulturelle Begegnungen mit anderen MigrantInnen Interkulturelles Training Berufsfeldorientierte Deutschförderung Berufsvorbereitende Seminare ( z.B. Verhalten am Arbeitsplatz ) Ergänzende Gruppenangebote: Bewerbungstraining Heranführung an Informations-Technologien (IT) EDV – Grund- und Fortgeschrittenenkurse (Grundlagen, word, excel) Training sozialer Kompetenzen (Anti – Gewalt – Training und Umgang mit Konflikten) Infoveranstaltungen ( z.B. Umgang mit dem Geld u.a.) |
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Begleitung

Bei allen Fragen der Integration zeitnah zur Einreise vor während und Nach den Integrationskursen
Einzelfallhilfe/Case Management
Kompetenzfeststellung
Individuelle Integrationsplanung, Umsetzung
Berufswegeplanung / Berufsvorbereitung
Umgang mit Ämtern
Vermittlung zu Fachdiensten, Institutionen
Passgenaue Vermittlung in Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen
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